
10 Punkte, die Sie vor der Werkzeugfreigabe prüfen sollten.
Eine sorgfältige DFM-Prüfung vor dem Werkzeugbau spart Korrekturschleifen, reduziert Ausschuss und verkürzt die Time-to-Series. Diese 10 Punkte decken die häufigsten Fehlerquellen ab.
Wandstärkensprünge vermeiden. Übergänge mit R ≥ 1,5 × Wanddicke gestalten. Idealbereich: 2–4 mm.
Risiko bei Nichtbeachtung: Schwindungsporosität, Lunker
Alle Flächen in Entformungsrichtung mit mindestens 1° Schräge versehen. Innenkontur: 1,5–2°.
Risiko bei Nichtbeachtung: Reißen, Formverschleiß
Schmelze von dünn nach dick fließen lassen. Letztes Füllgebiet an Entlüftungsstelle.
Risiko bei Nichtbeachtung: Lufteinschlüsse, Kaltlauf
Rippen: Dicke ≤ 60 % der Grundwand, Höhe ≤ 3 × Wanddicke. Kreuzrippen mit Offset gestalten.
Risiko bei Nichtbeachtung: Hot Spots, Einfallstellen
Entlüftungskanäle an den letzten Füllstellen vorsehen. Tiefe: 0,08–0,12 mm (Aluminium).
Risiko bei Nichtbeachtung: Gasporosität, Blasen
Scharfe Kanten vermeiden. Innenradien R ≥ 0,5 mm, Außenradien R ≥ 0,3 mm.
Risiko bei Nichtbeachtung: Rissbildung, Werkzeugbruch
Hinterschnitte erfordern Schieber oder Kerne. Kosten und Werkzeugkomplexität steigen.
Risiko bei Nichtbeachtung: Werkzeugkosten, Wartung
Trennlinie so legen, dass sie funktional unkritisch ist. Grat ist am Trennspalt unvermeidlich.
Risiko bei Nichtbeachtung: Optische Mängel, Nacharbeit
Bohrungen als Vorrisse im Guss vorsehen (Ø ≥ 3 mm, Tiefe ≤ 4 × Ø). CNC-Endbearbeitung folgt.
Risiko bei Nichtbeachtung: Werkzeugkosten bei tiefen Löchern
Sichtflächen definieren. Strukturierung in der Form möglich (VDI 3400, SPI). Ra-Vorgabe festlegen.
Risiko bei Nichtbeachtung: Unklare Anforderungen, Reklamation
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